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Posts

Es werden Posts vom April, 2020 angezeigt.

nicht "nur" eine Unterschrift

Vor fünf Tagen erhielt ich einen Brief vom Kanton. Ich konnte mich nicht daran erinnern in letzter Zeit zu schnell gefahren zu sein und die Steuern hatten wir auch erledigt. Neugierig öffnete ich den Umschlag und freute mich sehr, die Bestätigung für mein Bildungssemester in den Händen zu halten. Die Regierungsrätin höchstpersönlich hat das Schreiben unterzeichnet. Ich weiss nicht, wann ich mich das letzte Mal so sehr über eine Unterschrift gefreut habe. Meine Vertretung ist geregelt, das Semester von allen Stellen bewilligt, nun steht meinem Bildungssemester "nur" noch der Coronavirus im Wege. Ich bin gespannt, ob ich mein halbes Jahr wie geplant durchführen kann. Vor allem der Aufenthalt in Afrika mit "Floorball for all" ende August steht zum jetzigen Zeitpunkt auf wackligen Füssen. Ich hoffe sehr, dass sich bis dann die Situation auf der ganzen Welt wieder beruhigt hat. Ansonsten werde ich wohl oder übel Alternativen organisieren müssen.

Debby lernt nie aus...

Genau das ist doch das Schöne am Leben, dass es so spannend ist und es sehr vieles zu entdecken gibt. Gestern, an meinem 40. Geburtstag, habe ich zum ersten Mal in meinem Leben ein Kälbchen "rausgezogen". Da mein Mann eine Hüft-OP hatte und noch nicht zu fest belasten darf, durfte ich ins Kombi schlüpfen. Gott sei Dank war es eine erfahrene Kuh, die es mir einfach gemacht hat und zudem hatte ich einen super Lehrmeister :-). Ja, so freue ich mich sehr darauf vieles im Bildungssemester dazuzulernen, Dinge zum ersten Mal zu machen und meinen Horizont zu erweitern.

Homeoffice

Zwei Wochen lang habe ich meine Schülerinnen und Schüler von Zuhause aus beschult. Fernunterricht ist das Schlagwort. Eine total neue und unbekannte Situation. Ich liebe jedoch Herausforderungen, finde diesen Prozess spannend und weiss, dass er mich weiterbringen wird. Es gilt herauszufinden, welche Methoden sich am besten eignen, wie ich die Aufträge formulieren und gestalten muss, dass die Klasse diese versteht und möglichst viel dabei lernt und ich erfahre, wer den Stoff verstanden hat oder Mühe bekundet. Am Anfang ging es in meinem Homeoffice zu wie in einem Bienenhaus; eine Message hier, eine Nachricht da, ein Telefonanruf eines Schülers, ein Mail einer Schülerin und ein Ratschlag einer Lehrperson. Ich war gefordert und am Abend ausgepowert. So schaute ich darauf die zweite Woche ein bisschen besser zu strukturieren und haushälterischer mit meiner Energie umzugehen. Schliesslich wissen wir noch nicht, wie lange sich dieser Zustand noch halten wird. Nun befinde ich mich mitten i...