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Das Ende naht

N ur noch drei Mal schlafen und dann gehört mein Bildungssemester der Vergangenheit an. Immer noch bin ich der Meinung, dass mein Blogtitel absolut passt. Es ist wirklich ein PRIVILEG, dass ich so ein tolles halbes Jahr erleben durfte. Ich muss zugeben, nicht alles war wie geplant. InDesign statt Fotokurs, Malta anstelle von Schottland, SketchBook anstelle von Afrika. Nichtsdestotrotz war es super so. Nur zwei meiner geplanten 12 Programmpunkte, «Floorball for all» und «Edinbourgh», fielen Corona zum Opfer. Aber beides läuft nicht weg und ich werde das Verpasste irgendwann einmal nachholen. Heute habe ich meinen Schlussbericht gedruckt, dem Inspektor eingereicht und dem Schulleiter ins Fach gelegt. Somit ist für mich das Semester definitiv abgeschlossen. Mit vielen neuen Eindrücken, motiviert, fit und munter starte ich am Montag wieder in den Schulalltag. Herzlichen Dank fürs Verfolgen und Lesen meines Blogs. Hiermit verabschiede ich mich und bin gespannt, worüber ich (irgendwanne...
Letzte Posts

Klavier spielen

Im Lehrerseminar war es ein Muss, ein Instrument zu spielen. Ich spielte die Geige. Nur habe ich leider die Geige sehr wenig in meinen 18-Jahren Lehrerinnentätigkeit gebraucht, da ich sie als Begleitinstrument einer Klasse nicht sehr geeignet fand. Dafür aber begleitete ich meine Klassen mit der Gitarre oder dem Klavier. Beides habe ich mir autodidaktisch beigebracht und kenne deshalb auch kein Richtig und Falsch. Ich spiele einfach irgendwie. Aus diesem Grund habe ich mich dafür entschieden während dem Bildungssemester Zeit in die Klavierbegleitung zu investieren. Wobei ich erwähnen möchte, dass ich an der Sekundarschule Münchwilen das Fach Musik nicht unterrichte. Aber es kann ja sein, dass ich irgendwann wieder zurück auf die Primarstufe wechsle. Bei der Auswahl des Klavierlehrers, und dies war wohlbemerkt noch vor der Coronazeit, stiess ich auf Benjamin Büttler, welcher Onlinelektionen anbot. Dies kam mir sehr entgegen, da ich neun der geplanten zwanzig Wochen nicht zuhause verbri...

40x Zumba

Bereits in meiner Kindheit spielte Sport eine grosse Rolle und Bewegung war für mich schon immer sehr wichtig. Ich merke, wie sie mir nicht nur körperlich guttut, sondern ich auch gut abschalten und auftanken kann. Beim Planen meines Bildungssemesters überlegte ich, in welchem Bereich ich mich gerne verbessern würde und entschied mit fürs Zumba. Diese Sportart lernte ich vor 7 Jahren auf den Philippinen kennen. Jeden Samstagmorgen kam jeweils eine Instruktorin mit einer Musikbox in den Park und für umgerechnet 20 Rappen durfte man beim Openair-Tanzen mitmachen. (Siehe Bild). Ich meldete mich beim Update-Fitness an. Zum Glück habe ich ein gutes Taktgefühl, auch sonst schon Paartanzkurse besucht und würde mich als koordinativ ziemlich geschickt beschreiben. Trotzdem fühlte ich mich anfangs ziemlich überfordert und als totale Anfängerin. Es ging so schnell und ich staunte über die trittsichere Tänzerin vor mir. (Ein paar Wochen nach meinem ersten Besuch erfuhr ich dann jedoch, dass di...

Ä guets Neus!

Vor einem Jahr startete ich mit dem Schreiben meines Blogs. Wer hätte gedacht, dass sich das 2020 so entwickeln würde. Trotz Corona kann ich persönlich jedoch auf ein sehr spannendes, abwechslungsreiches und besonderes Jahr zurück schauen und ich bin dankbar, dass ich mein Bildungssemester drurchführen konnte. Es war nicht möglich alle Programmpunkte wie geplant durchführen, aber die Alternativen waren gute, wenn zum Teil nicht sogar besser. Am meisten bedaure ich die Tatsache, dass ich mit "Floorball for all" nicht nach Afrika konnte. Ich bin mir jedoch bewusst, dass dies ein Luxusproblem ist und wer weiss, vielleicht kann ich ja den verpassten Einsatz irgendwann in Zukunft einmal nachholen. Nun bleiben mir noch fünf weitere Wochen meines Bildungssemesters. Ich freue mich auf die verbleibende Zeit, bin aber in Gedanken auch schon ab und zu wieder in der Schule, freue mich auf das letzte halbe Jahr mit meiner Klasse und bin gespannt, was das Jahr 2021 bringen wird.

Second week in Diessbach

Bereits gehört die zweite Woche in Diessbach der Vergangenheit an und ich habe wieder viele neue Eindrücke sammeln können und meine Skills erweitert. Ein Highlight war sicherlich der Besuch im Büro von Creaholic, wo Mario arbeitet. Ich war fasziniert von der kreativen Atmosphäre, das zum Tüfteln, Erfinden und Designen einlädt. Die Wände waren behängt mit Skizzen, Plänen und Bildern und die Tische und Gestelle waren bestückt mit Modellen und Prototypen. So etwas habe ich noch nie gesehen. Ein krasser Kontrast zu den "Clean Desks" in andern Büros. Was mir auch gefiel, war die internationale und weltoffene Stimmung. Mit dem Einen kommunizierte Mario in Englisch, ein Anderer sprach auf Französisch oder auf Deutsch. Wegen Corona arbeitete Mario, und somit auch ich, vorwiegend im Homeoffice. Ich konzentrierte mich erneut auf die Arbeit mit SketchBook. Gegenüber Mario bin ich immer noch wahnsinnig langsam. Dennoch merkte ich von Tag zu Tag, dass mir das Handling immer einfacher fiel...

Praktikantin beim Designer

Mario Weiss, ein Schwager von mir, ist Industriedesigner. Bereits vor einem Jahr in der Planungsphase des Bildungssemesters habe ich meinen Schwager angefragt, ob es möglich sei bei ihm in der Firma ein Praktikum zu absolvieren. Ich staune immer wieder über seine Skizzen, Entwürfe und Pläne, welche er auf seinem Zeichenpad erstellt. Leider erhielt ich eine Absage. Da ich im August mit «Floorball for all» nicht nach Afrika konnte, suchte ich kurzfristig noch eine Alternative. Die Ausgangslage heute, ein Jahr später ist nicht mehr dieselbe. Mario verbringt zurzeit die meiste Zeit im Homeoffice, diese Chance nutzte ich und fragte ihn ein zweites Mal an. Dieses Mal mit Erfolg. So verbrachte ich die vergangene Woche in Diessbach, in der Nähe von Biel und zeichnete von morgens bis abends. Mario skizziert mit der gratis Software «Sketchbook». Noch vor fünf Tagen hatte ich null Vorkenntnisse und es ist toll zu sehen, wie schnell ich Fortschritte erziele, auch wenn es jeweils wieder ernüchternd...

Letzte Woche in Malta

Immer wieder finde ich es spannend, wenn ich an einem unbekannten Ort bin, wie Fremdes mit der Zeit vertraut wird. Sei es der Putzmann im Hostel, der junge Afrikaner am Früchtestand, andere Gäste vom Hostel, die Klassenkameraden oder auch einfach die Gassen und Strassen, welchen man entlang geht. Die Schule, welche ich besuchte, war eher klein. So kam ich sehr schnell in Kontakt mit anderen Schülerinnen und Schülern. Was die Schule sehr speziell macht, ist sicherlich das «activity program», welches täglich angeboten wird und sich wöchentlich ändert. Gestern war ich mit vier Studenten in den «three cities» und vor einer Woche gab es ein «Japanese dinner», wo ich lernte, wie man Sushi rollt 😉 . So vergingen die letzten Tage wie im Flug. Gestern Abend hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, dass die Zeit nun reif für den Rückflug ist. Nun sitze ich im Flieger nach Hause. Mit im Gepäck viele neue Eindrücke, bleibende Erlebnisse, verbesserte Englischkenntnisse, gespeicherte Sonnenstrahlen und...

Drei Viertel vorbei

Malta ist eine kleine Insel und mit 316 km 2 drei Mal kleiner als der Thurgau. Es leben jedoch eine halbe Million Menschen hier, was dem Doppelten der Einwohnerzahl des Kantons Thurgaus entspricht. Dank der kleinen Fläche ist es einfach die Insel zu erkunden. Von San Julian's aus, wo mein Hostel liegt, habe ich mit dem Bus ca. eine Stunde, um in den Norden, Westen oder den Süden der Insel zu gelangen. Meist habe ich meine Ausflüge mit einer Wanderung verbunden. Ich fuhr also an einen Ort, wanderte ein paar Kilometer und stieg in einer andern Ortschaft wieder in einen Bus, welcher mich zum Hostel zurückbrachte. Ich besuchte Mdina, die ehemalige Hauptstadt, welche zurzeit wie ausgestorben ist. Gleich nebenan in Rabat war ich in den Katakomben von Apostel Paulus und dankbar, als ich aus dem Gänge-Labyrinth wieder den Ausweg fand. Ein Highlight war für mich Marsaxlokk, ein herziges Dörfchen im Süden der Insel, welches vor allem für seine farbigen Fischerboote bekannt ist. Beim nahegel...

Balkone auf Malta

Überall auf Malta findet man die wunderschönen typischen bunten Balkone. Ich liebe die Farben, die unterschiedlichen Designs und könnte vor jedem zweiten stehen bleiben, um ihn zu knipsen ;-). Anscheinend gibt es seit 1996 ein Subventionsprogramm, um sie als Kulturerbe zu erhalten.