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In der Lehre beim Pferdemaler

Eine Woche lang hatte ich die Ehre bei Heinz Berchtold, einem weltweit bekannten Pferdemaler aus Schönholzerswilen, in die Lehre zu gehen. Der Start war für mich doppelt speziell, da ich am Montagmorgen auf dem Weg zum Atelier am Pestalozzischulhaus in Weinfelden vorbeifuhr, wo die gesamte Schülerschaft für ein Foto posierte. Mein Weg führte für einmal aber nicht in die Schule, sondern zu Heinz in die Malstube. Nach einer kurzen Einführung, welche dringend nötig war, da ich noch nie mit Ölfarben gemalt hatte, stand ich dann vor der leeren Leinwand und neben mir hing das Foto, welches ich malen wollte. Da mein Mann Landwirt ist und seine Tiere über alles liebt, habe ich mich nicht für ein Pferd, sondern für eine Limousin-Kuh entschieden. Der erste Strich ist für mich jeweils einer der schwierigsten. Schon nach ein paar Minuten riet mir Heinz viel weniger Farbe zu benutzen. Ja, und dann malte und malte ich. Neben mir stand Heinz und pinselte an seinem Bild, währenddem ich auf meine Leinwand konzentriert war. Von Zeit zu Zeit gab mir Heinz wertvolle Tipps oder ich bat ihn um Rat. Die Woche verging wie im Flug. Ich genoss es sehr so viel Zeit für das Malen zu haben, lernte jedoch auch wie wichtig es ist Pausen einzulegen. Wenn man so viele Stunden so nahe vor einem Bild sitzt, tut ein Tapetenwechsel gut und es half mir jeweils zu erkennen, was gelungen war oder vielleicht noch geändert werden musste. Ja und so freue ich mich sehr darauf meinen Mann mit dem Bild am kommenden Dienstag zu überraschen. Ich hoffe, dass er nicht auf die Idee kommt in dieser Zeit den Blog zu lesen. Am Dienstag werde ich das Bild auch noch signieren und fixieren.
Ich freue mich darauf, das Gelernte meinen Schülerinnen und Schülern weiterzugeben. An dieser Stelle möchte ich mich nochmals herzlich bei Heinz bedanken, der seine Erfahrung und sein Wissen mit mir geteilt hat. Es war mir eine Ehre!

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