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Fotoworkshop auf dem Säntis

Eigentlich wollte ich als Start in mein Bildungssemester einen Fotokurs in Zug besuchen, welcher coronabedingt abgesagt wurde. Bei Cinzia im Grafik-Design-Büro kam ich mit Fotos von 
Lorenz Andreas Fischer in Kontakt, einem in der Szene bekannten Tier- und Naturfotografen. Beim Recherchieren fand ich heraus, dass er einen Fotoworkshop auf dem Säntis zum Thema «Natur- und Landschaftsfotografie» anbot. Da ich den Alpstein ein wunderschönes Massiv finde und ich mich im Bereich der Fotografie weiterentwickeln möchte, meldete ich mich kurzentschlossen an. In der Nacht vor dem Kurs träumte ich von Kursteilnehmer*innen mit riesigen Teles und viel Vorwissen und sah mich mit meiner kleinen mickrigen Spiegelreflexkamera dastehen. Trotzdem freute ich mich riesig auf den bevorstehenden Workshop. Ich ging davon aus, dass ich viel dazulernen und profitieren würde. So trafen wir uns, und unzählige Wandervögel, am Fusse des Säntis. Das Wetter war wunderschön und lud zu einem Ausflug in die Berge ein. Angekommen auf dem Gipfel verpflegten wir uns erstmals und starteten nach einer kurzen Vorstellrunde mit einem Theorieteil. Schnell merkte ich, dass ein ziemlich kalter und starker Wind ging. Es war so frisch, dass ich gut meine Daunenjacke hätte einpacken können, welche ich sonst nur im Winter trage. Beim Packen habe ich den Windchill-Effekt nicht eingeplant und die Tatsache, dass wir eigentlich nur herumstanden. Beim praktischen Teil vergass ich dann jedoch die winterlichen Temperaturen. Ich versuchte all das Gehörte umzusetzen, probierte ein Panoramabild aus und freute mich einfach über die Natur, den schnell vorbeiziehenden Wolken und fachsimpelte mit dem einen oder andern Kursteilnehmer. Ich vergass total die Zeit. Lorenz gab immer mal wieder den einen oder andern Tipp und machte uns auf gute Sujets aufmerksam. Leider hatten wir kein Glück mit der Goldenen Stunde und begaben uns deshalb noch vor Dämmerung zurück in den alten Säntis. Auch am Sonntag war das Wetter nicht auf unserer Seite, anstatt dem Morgenlicht trafen wir auf dem Gipfel nur Nebel an. Deshalb war noch einmal ein langer Theorieteil angesagt. Vollgepackt mit vielen neuen Infos, Tipps und Anregungen machte ich mich am Mittag wieder auf den Heimweg. Nun freue ich mich aufs Sichten und Bearbeiten. Ich bin dankbar, die Chance zu haben, in ein paar Wochen ein weiteres Fotolager besuchen zu dürfen, um meine Kenntnisse noch weiter zu vertiefen.

PS: Ich habe mich sehr darüber gefreut, das eine oder andere bekannte Gesicht auf unserem Hausberg anzutreffen 😉.



 

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