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Erste Woche in Malta

Bereits ist die erste Woche von meinem Malta-Abenteuer vorbei. Jeden Morgen besuche ich die Schule, was mir sehr guttut. Meine Mitschülerinnen und Mitschüler sind fast alle bereits monatelang an der Schule und bereiten sich auf den IELTS-Test vor. Dies ist ein bekannter internationaler Englischtest. Aus diesem Grund trainieren wir all die Kompetenzen, welche getestet werden; schreiben, lesen, hören und sprechen. Seit meiner Seklehrerausbildung musste ich nie mehr unter Zeitdruck eine Prüfung ablegen. Daran muss ich mich nun wieder ein bisschen gewöhnen. Da ich im Hostel die einzige Schweizerin bin, kommuniziere ich auch hier nur in Englisch.

Am Nachmittag schnappe ich mir meistens meine Hausaufgaben und gehe auf Entdeckungstour. Irgendwo, in einem Park oder einem Kaffee, erledige ich dann die Aufträge. Ich geniesse das Erkunden sehr, staune über die tolle Architektur und die herzigen Gässchen in Valletta und habe einfach Zeit, das zu machen, wonach ich grad Lust habe. Am Mittwochnachmittag fuhr ich mit vier Klassenkameraden an die Westküste, wo wir über die Klippen spazierten und den Sonnenuntergang bestaunten. Heute wanderte ich der Victora Line entlang von Ost nach West. Diese Mauer wurde im Jahre 1890 fertig gebaut und war als Schutzwall gegen feindliche Übergriffe gedacht. Anscheinend soll der Weg sehr einfach zu finden sein, da man alles der Mauer entlanglaufen könne, sich zu verlaufen sei eigentlich nicht möglich. Naja,... ich weiss nicht wie oft ich nach dem Weg fragen oder wieder umdrehen musste. Einmal hat mir ein Militärmann nett erklärt, dass ich mich auf privatem Militärgelände befände und es sehr explosive Waffen gäbe. Er wollte von mir wissen, wie ich auf das Gelände gekommen sei und nahm danach sein Handy zur Hand. Kurze Zeit später eskortierte mich ein anderer Herr in Militäruniform zum offiziellen Ein- und Ausgangstor und erklärte mir freundlich, wie ich die Mauer wieder finden könne. Ja, so war die Wanderung ein ziemliches Abenteuer und ich war dankbar um das GPS, welches mir wenigstens so ungefähr anzeigte, ob ich auf dem richtigen Weg war. Nur die Batterie von meinem Handy machte mir Sorgen. Erleichtert und happy genoss ich nach 5 Stunden Fussmarsch das Bad im einladenden Meer an der Westküste und das Handy gab erst dann den Geist auf, als ich auf den Bus nach Hause wartete.

Spinola Bay ist gleich um die Ecke des Hostels.

Blick von Sliema auf die Hauptstadt.

Klippenspaziergang an der Westküste.

Ich liebe das Meer.

Diese Balkone sind typisch für Valletta.

Teil der Victoria Lines. Nicht immer war sie so gut sichtbar.

Die letzte Etappe meiner Wanderung führte wunderschön am Meer entlang.

Bis jetzt mein Lieblingsplatz auf der Insel.



Kommentare

  1. Hallo Debby, habe mich riesig für Dich gefreut daß Du trotz Covid ein so tolles Projektland gefunden hast. Genieße Deine Zeit in diesem interessanten Land. Kultur, Architektur, Menschen, Natur und nicht zuletzt die Sonne. Bei uns derzeit -20°C und hatten knapp 70 cm Schnee in einer Nacht. 🥶 Chaos selbst für Yukon. Saß 6 Stunden auf dem ATV zum Schnee pflügen. Malta klingt da recht gut. Enjoy your time there. Play it safe! Your friend Hans.

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